picture

Die Groninger Tänzer

Das Groninger Hoogeland war im neunzehnten Jahrhundert die Kornkammer Europas.
Das führte zu großem gesellschaftlichen und kulturellen Reichtum bei der Oberschicht.
Dieser Reichtum wurde gezeigt beim Bau der schönsten und größten Bauernhöfe der Niederlande, aber auch in öffentlichen Gebäuden und Alterswohnsitzen.
Die wohlhabenden Bauern und das Bürgertum vereinigten sich in sogenannten Reedereikammern und Vereinignungen; und Bauernhochzeiten waren großzügige Feste.
Die Kleiding um 1850 war einfach, aber reich verziehrt. So trugen die Frauen silberne Ohreneisen (ein Element der traditionellen Kopfbedeckung) mit goldenen Stiften und Halsketten und Ohrringe von Granat.
Die Männer waren stilvoll gekleidet und trugen beim Ausgehen Frack und Zylinder. Ihr Reichtum war abzulesen am Siegel und der Anzahl kleiner Anhänger, die man an der Kette der Taschenuhr trug.

Die Grunneger Daansers probieren mit Musik, Gesang, Tanz, Trachten, Sprache und Gebräuchen,
die typisch sind für die Region, das Bild einer reichen Geschichte in Ehren zu halten.
Seit ihrer Gründung am 4. November 1956 haben die Grunneger Daansers Groningen auf vielen Bühnen
im In- und Ausland vertreten und hiervor viel Anerkennung erworben.
Im Jahr 2000 erhielten sie in Bielsko Biala (Polen) einen internationalen CIOFF-Preis.
In den Niederlanden wurden sie unter anderem mit dem Kulturpreis der Provinz Groningen (1971)
und dem Kulturpreis der Gemeinde Eemsmond (2001) ausgezeichnet.